Der Islam lehrt, dass man fair und gerecht mit Nicht-Muslimen sein soll und dass man die Gläubigen anderer Religionen nicht hassen darf, solange sie sich nicht feindselig gegenüber Muslimen verhalten.
Das islamische Recht gewährt Nicht-Muslimen in einem islamischen Staat einen Sonderstatus – den der Dhimmi (Schutzbefohlene). Sie haben das Recht auf:
- Schutz von Leben und Eigentum
- Freiheit der Religionsausübung
- Eigene Gerichte für persönliche Angelegenheiten
- Befreiung von der militärischen Dienstpflicht (gegen Zahlung einer Schutzsteuer)
🏅 Historische Zeugnisse der Toleranz
Der Kalif Umar ibn al-Khattab (r.a.) schloss nach der Eroberung Jerusalems folgenden Vertrag ab:
Als die Muslime Spanien und Südfrankreich regierten, lebten Muslime, Christen und Juden Jahrhunderte lang in Frieden unter islamischer Herrschaft zusammen. Diese Periode heisst La Convivencia (das Zusammenleben).
Als die Kreuzritter Jerusalem einnahmen, massakrierten sie die muslimische und jüdische Bevölkerung. Als Saladin Jerusalem 1187 zurückerobert, begnadigte er die christliche Bevölkerung und erlaubte ihnen, in der Stadt zu bleiben.
📕 Das Prinzip: Keine Zwang in der Religion
Der Islam erlaubt Muslimen, gerechte und liebevolle Beziehungen mit Nicht-Muslimen zu pflegen. Muslimische Männer dürfen jüdische und christliche Frauen heiraten – ein klarer Beweis, dass der Islam nicht alle Nicht-Muslime als Feinde betrachtet.